Saisonauftakt Kemptner Hütte

7 Jun

Nach völlig verregneten und gewittrigen Pfingstferientagen war die Wettervorhersage für Fronleichnam ganz passabel. Dies und die Tatsache dass an diesem Tag die Kemptner Hütte eröffnet veranlasste mich zur ersten richtigen Bergtour in diesem Jahr.
Vom Parkplatz Renksteg bei Oberstdorf fährt seit diesem Jahr glücklicherweise ein Bus bis nach Spielmannsau, dem Ausgangspunkt für den Hüttenaufstieg.


Nach kurzem Stück auf Asphalt zweigt bei der Materialseilbahn der Aufstiegsweg zur Kemptner Hütte ab. Ziemlich bald überquert man die ersten Lawinenreste.


Auf Grund der diesjährigen Schneelage in den Alpen ist dies aber auch nicht weiter verwunderlich. Der Weg steigt steil an und man wird begleitet vom herrlichen Rauschen der Trettach.

Im weiteren Verlauf muss man den Bach dann überqueren…


…und nachdem man schließlich aus der dichten Bewachsung herauskommt und der Weg durch den Sperrbachtobel weiter aufwärts führen sollte muss ich feststellen dass vom ursprünglichen Weg nicht viel übrig geblieben ist.


Durch die Unmenge an Schnee durch abgegangene Lawinen ist mehr oder weniger der gesamte Sperrbachtobel aufgefüllt und man steigt in der Mitte zur Hütte auf.


Noch ist die Schneedecke so dick dass man unbesorgt „über“ dem Bach, der darunter fließt, laufen kann.
Immerhin braucht man vor weiteren Lawinen keine Sorge mehr haben, was wohl im Winter nicht immer so war.


Das letzte Stück zur Hütte führt dann über Schneefelder auf denen sich neben Wanderen auch zahlreiche Murmeltiere tummelten (die man auf dem Foto allerdings nicht sieht).


Während des Mittagessens auf der Sonnenterasse ziehen die grauen Wolken ab und strahlend blauer Himmel kommt zum Vorschein.


Die Hütte ist auch noch gut mit Schnee versorgt.


Mit vollem Bauch geht’s dann wieder los in Richtung Tal, dabei nochmal ein Blick zurück zur Hütte.


Der Abstieg verläuft dank Kniebandage problemlos und so geht’s nach Ankunft in der Spielmannsau mit dem Bus wieder zurück zum Parkplatz.
Ein gelungener Auftakt und eine gute Vorbereitung zur Alpenüberquerung Anfang Juli.

Zweitagestour zum Taschachhaus

25 Nov

Für zwei Tage geht’s mit Schülern ins Pitztal. Ziel für die Übernachtung ist das unbewirtschafte Winterhaus des Taschachhauses.


Der Aufstieg erfolgt mit Stirnlampen in völliger Dunkelheit.


Im Winterhaus selber leisten uns die Stirnlampen dann auch wertvolle Hilfe, da die vorhande Beleuchtung nicht funktioniert.
Im Schein unserer Leuchten befeuern wir den Holzofen um die Eiseskälte aus der Hütte zu vertreiben und um Schnee fürs Spaghetti-Kochen schmelzen zu können.


Nach dem Essen gehts dann ins ungeheizte Matratzenlager wo uns eine fröstelnde Nacht bevorsteht.
Am Morgen machen wir uns gut verpackt auf den Weg in Richtung Taschachferner und danach hinab ins Tal.

Hindelanger Klettersteig (die Vierte)

5 Nov

Anscheinend kann man auch vom Klettersteiggehen süchtig werden, denn schon wieder geht’s heute in den Hindelanger Klettersteig.


Allerdings weht ein eiskalter Sturm, der ziemlich unangenehm ist. Aber sorgt dafür dass die dunkelgrauen Wolken in Bewegung bleiben und nicht abregnen.


Für meine Begleiterin ist es übrigens der erste Klettersteig (und hoffentlich nicht der letzte).

Salewa Klettersteig

2 Nov

Um dem Dauernebel in Biberach zu entkommen…


… mache ich mich am späten Vormittag auf den Weg ins Allgäu. Und je weiter man sich von Biberach entfernt umso schöner wird das Wetter und die Temperatur steigt. Mein heutiges Ziel ist der Salewa Klettersteig bei Oberjoch.


Der Salewa Klettersteig (Abschnitt 1) eignet sich hervorragend als kleine Halbtagestour. Mit der Iselerbahn geht es hinauf zur Bergstation.


Von dort ist nur ein kurzer Aufstieg bis zum Beginn des Klettersteigs zu bewältigen. Ab dem Einstiegspunkt ist man ununterbrochen am Drahtseil versichert…


…was an einigen Stellen auch absolut einleuchtend ist.
Auf Grund meiner späten Ankunft bin ich der einzigste im Klettersteig und kann so das Klettersteigerlebnis richtig genießen.


Doch auch die Anstrengung kommt nicht zu kurz: es gibt einige Passagen wo die Armkraft ganz schön gefordert wird und dass nicht nur am Schluss, wenn man eine leicht überhängende Stelle passieren muss.


Aber der Klettersteig bietet auch noch andere reizvolle Stellen.


Schnaufend näher ich mich schließlich durch eine Scharte dem Gipfel …


..und stehe plötzlich inmitten vieler Bergwanderer, die den Gipfel des Iseler auf normalem Weg erklommen haben und mich in meiner Klettersteigausrüstung ein wenig irritiert betrachten.
Natürlich fehlt auch hier die Gipfeldohle nicht:


Wunderbar ist auch der Fernblick vom Gipfel aus (unter anderem bis zum Zugspitzmassiv).


Nach einer kurzen Pause gehts zurück zur Bergstation und meinen Knien zuliebe mit dem Sessellift wieder hinunter nach Oberjoch.

Hindelanger Klettersteig (die Dritte)

24 Sep

Heute erneut Begehung des Hindelanger Klettersteiges.


Am Einstieg herrscht großer Andrang.


Aber am Gipfelkreuz geht’s dann schon wieder ruhiger zu.

Hindelanger Klettersteig

31 Aug HK 005

Mit 200 km/h geht es frühmorgens in Richtung Allgäuer Alpen um möglichst noch die erste Kabinenbahn aufs Nebelhorn zu erreichen, bevor die Menschenmengen diesen schönen Tag für einen Ausflug auf den Berg nutzen. Trotzdem langts nur für die zweite Bergfahrt, aber der Andrang hält sich immer noch sehr in Grenzen, so dass es mit zweimal umsteigen dann zügig hinauf zum Gipfel des Nebelhorns geht.
Dort angekommen lege ich die Kletterausrüstung an: Sitzgurt, Klettersteigset und Helm (die installierte Videokamera sieht a bissle depperd aus, aber anders filmen wird wohl nicht möglich sein).
Direkt hinter der Gipfelstation geht’s auch schon los zum Hindelanger Klettersteig.


Leider sind vor mir zwei Bergschulen unterwegs und so geht’s die ersten 20 Minuten recht langsam vorwärts. Sobald die Möglichkeit besteht darf ich aber vorbeiziehen und bin auf dem weiteren Weg eher selber derjenige der andere vorbeiziehen lassen darf / muss.
Zum Glück ist insgesamt nicht allzuviel los im Steig und so konnte ich meistens ungestört rumkraxeln. Ich hatte einiges an Vorstellungen, wie so ein Klettersteig sich wohl präsentieren wird, aber alle meine Vorstellungen wurden bei weitem übertroffen. Die in vielen Bergführern beschriebene Schlüsselstelle am Einstieg gehört zu den relativ leicht zu bewältigenden „Hindernissen“ auf der Route. Je weiter der Weg führte umso aufregender wurden die Kletterpassagen und Ausblicke (und auch die Blicke in den Abgrund).

Leitern, Stahlhaken und – Seile und ungesicherte Kletterstellen wechseln sich mit gut begehbaren Passagen ab.


Diese sind auch absolut wichtig, weil die Kletter- und Kraxelei doch sehr kräftezehrend ist. Sowohl Arme als auch Beine sind gut gefordert, das Anstoßen der Schienbeine an die Felsen machen es auch nicht leichter (extremer Muskelkater und blaugrüngefärbte Schienbeine an den folgenden Tagen sind die Folge).
Nach Dreiviertel der Strecke lassen die Kräfte dann so nach, dass ich mich für den Abstieg entscheide und den zweistündigen Rückweg über das Koblat zum Nebelhorn antrete. Immer wieder sieht man von unten hinauf zum Klettersteig und den Leuten die dort unterwegs sind.

Nebelhorn – Laufbacher Eck und zurück

29 Mai

Mit der Kabinenbahn gehts mit zweimal umsteigen hinauf aufs Nebelhorn, den Oberstdorfer Hausberg.

Oben angekommen hat man heute einen herrlichen Rundblick auf eine Vielzahl von Gipfel.


Über die Station Höfatsblick führt der Weg Richtung Zeigersattel.


Die anfänglichen Menschenmengen bleiben hauptsächlich auf den „Wanderstraßen“ rund ums Nebelhorn. Die nächsten 5 Stunden treffe ich nur einmal auf drei entgegenkommende Wanderer – Naturgenuss pur.
Vermutlich lags an dem doch recht schwierig zu überquerenden Schneefeld gleich zu Beginn der Strecke.


Die Strecke führt vom Zeigersattel über den Großen und Kleinen Seekopf, vorbei am Schochen zum Laufbacher Eck (die kleine Spitze ziemlich weit links).


Unterwegs ergeben sich viele tolle Ausblicke.


Der Weg ist mitunter recht anspruchsvoll. Unwegsame Strecken, Schneefelder und seilversicherte Stellen bringen Abwechslung.


Immer wieder hat man einen tollen Blick hinüber auf den Hindelanger Klettersteig, eines der nächsten Ziele (vom Nebelhorn zum Großen Daumen).


Am Laufbacher Eck ist dann der Umkehrpunkt.
Von der Station Höfatsblick geht’s dann mit der Kabinenbahn wieder hinunter nach Oberstdorf.

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